LÖSUNGSBUCH · MODELLTEST 1 — ANKOMMEN & ALLTAG
Lösungen & Transkriptionen
Every answer with the reasoning, the Messpunkte × 1,25 conversion per part, the official Schreiben criteria and the full transcripts of everything you heard.
BEWERTUNG — DIE A2-RECHNUNG
100 PUNKTE · ZWEI HÜRDEN
UMRECHNUNG
Lesen, Hören und Schreiben liefern je 20 Messpunkte. Diese werden auf volle Punkte gerundet und mit 1,25 multipliziert → maximal 25 Ergebnispunkte pro Teil. Sprechen: 25 Punkte direkt (Teil 1 = 4, Teil 2 = 8, Teil 3 = 8, Aussprache = 5).
DIE ZWEI HÜRDEN
Bestanden nur mit 60/100 GESAMT und mindestens 45 von 75 schriftlichen Punkten und mindestens 15 von 25 Punkten in Sprechen. A1 und A2 sind nicht modular: die ganze Prüfung wird wiederholt, kein einzelner Teil.
LESEN — LÖSUNGEN
20 MESSPUNKTE × 1,25 = 25
TEIL 1 — ZEITUNGSTEXT
- 1B — „aus einem kleinen Dorf in der Türkei“ — nicht aus einer Stadt.
- 2A — „Am Anfang war alles schwierig … ich habe jeden Tag geweint.“
- 3B — „Heute bedient sie die Kunden allein und macht am Samstag die Abrechnung.“
- 4B — „In meinem Dorf hat meine Mutter jeden Morgen Brot gebacken. Der Geruch ist für mich Zuhause.“
- 5B — „Ihr Traum: eine kleine Bäckerei mit türkischem Brot und deutschem Kuchen.“
TEIL 2 — INFORMATIONSTAFEL
- 6B — Romane stehen im 1. Obergeschoss — zusammen mit Krimis und Hörbüchern.
- 7B — „Wörterbücher, Sprachkurse“ stehen im 2. Obergeschoss. Dort sind auch die Zeitschriften — aber keine Romane.
- 8A — Anmeldung und Ausweise gibt es im Erdgeschoss.
- 9A — Die Kinderbibliothek mit Bilderbüchern und Vorleseraum liegt im Untergeschoss.
- 10C — PCs mit Internet sowie Drucker und Scanner stehen im 3. Obergeschoss.
TEIL 3 — E-MAIL
- 11A — „endlich habe ich eine Wohnung gefunden. Zwei Zimmer …“
- 12B — „dritter Stock — leider ohne Aufzug“. Die Nachbarn sind ruhig, die Miete findet sie in Ordnung.
- 13A — „Am Dienstag und am Donnerstag habe ich einen Deutschkurs.“
- 14B — „Am Wochenende arbeite ich an der Rezeption von einem kleinen Hotel.“
- 15B — Im März fährt sie selbst zu ihren Eltern; Marta hat im Mai Urlaub — also im Mai.
TEIL 4 — PERSONEN → ANZEIGEN (EIN X)
- 16Anzeige E — Rückenschule in der Gruppe, abends — genau das Angebot des Yoga-Zentrums Mitte.
- 17Anzeige F — Achtjähriger, nachmittags Fußball mit anderen Kindern: Kinder-Fußballschule Nord.
- 18Anzeige D — Am Wochenende draußen laufen: Samstag 10 Uhr, 8 km, Laufgruppe Stadtwald.
- 19Anzeige B — Angst vor dem Wasser, geschützt in kleiner Gruppe lernen: Wassergewöhnung Schwimmhalle Süd.
- 20Anzeige X — Keine Anzeige passt: Der Fitness-Park bietet Boxen an, aber „Kurse nur werktags“ — gesucht ist Wochenende. Also X. (Übrig bleibt Anzeige c, das Tanzstudio — sie gehört zu keiner Person.)
WARUM EIN X?
In Teil 4 passt genau eine Person zu keiner Anzeige. Wer hier eine Anzeige „zurückgibt“, verliert zwei Punkte: den der Person und den der Anzeige, die sie gebraucht hätte.
HÖREN — LÖSUNGEN
20 MESSPUNKTE × 1,25 = 25
TEIL 1 — FÜNF KURZE TEXTE (ZWEIMAL)
- 1B — Die Ansage sagt: „morgen zwischen acht und zehn Uhr“. Freitag ist nur der späteste Termin, falls niemand zu Hause ist.
- 2B — „frisches Obst und Gemüse vom Bauern, dazu Käse und Wurst aus der Region“ — Kleidung wird nur an einem anderen Stand am Samstag verkauft.
- 3B — Der Beamte sagt den Preis mit BahnCard (24,90) zuerst, dann den normalen Preis: „Ohne BahnCard sind es 42,90 Euro.“
- 4A — Die Nachricht bittet: „Bring bitte meinen Schlüssel mit“ — das Fahrrad kann sie selbst holen.
- 5B — Die Ansage korrigiert: „heute nicht in Raum 12, sondern in Raum 21“.
TEIL 2 — GESPRÄCH (EINMAL) → BILDER A–I
- 6Bild D — „Am Montag ist mein Deutschkurs … wir schreiben einen Test.“
- 7Bild A — „Dienstag gehe ich schwimmen … gut für meinen Rücken.“
- 8Bild G — Sie verschiebt das Kochen auf Donnerstag, weil sie am Mittwoch ins Kino eingeladen ist.
- 9Bild I — „Samstag … helfe ich meiner Schwester beim Umzug.“ Sie fährt deshalb nicht Fahrrad.
- 10Bild F — „Einkaufen mache ich am Sonntag.“ Der Arzttermin am Freitag ist der Distraktor.
TEIL 3 — FÜNF GESPRÄCHE (JE EINMAL)
- 11A — Die Frau sagt: „Deine Schuhe sind im Paket“ — das Buch kommt morgen, der Fotoapparat bleibt bei ihr.
- 12B — Sie erklärt: „nimm den Bus 14, die Haltestelle ist gleich gegenüber vom Rathaus“. Die Post ist die Haltestelle der Linie 7.
- 13B — Die Kollegin informiert: „Die Besprechung ist eine Stunde später — um zehn.“ Neun Uhr war der alte Termin.
- 14C — Die Maklerin bietet nur Samstag an: „Donnerstag und Freitag bin ich im Urlaub, Samstag mittags gerne.“
- 15B — Er sagt: „Ich bringe das Handy in die Werkstatt, sie machen es wieder fertig“ — ein Verkauf oder Umtausch ist kein Thema.
TEIL 4 — INTERVIEW (ZWEIMAL) · JA/NEIN
- 16JA — „Ich habe zwölf Jahre in einem Büro gearbeitet.“
- 17NEIN — „glücklich war ich dort nicht“ — sie war nicht zufrieden.
- 18JA — „Vor zwei Jahren habe ich das Café eröffnet.“
- 19NEIN — „am Wochenende arbeite ich selbst“ — nur Montag ist Ruhetag.
- 20NEIN — „Ein Café ist genug“ — sie plant kein zweites.
HÖREN-DISZIPLIN
Teil 2 und Teil 3 hören Sie EINMAL. Lesen Sie vorher die Aufgaben — beim zweiten Hören in Teil 1 und Teil 4 kontrollieren Sie nur noch.
SCHREIBEN — LÖSUNGEN & KRITERIEN
2 AUFGABEN · 20 MESSPUNKTE × 1,25
DIE VIER KRITERIEN (BÄNDER A–E)
- Aufgabenerfüllung — Sprachfunktion: alle drei Punkte angemessen · zwei · einer · keiner.
- Aufgabenerfüllung — Register: situations- und partneradäquat · weitgehend · ansatzweise · nicht mehr.
- Sprache — Spektrum (Kohärenz, Wortschatz, Strukturen): angemessen und differenziert · überwiegend · teilweise · kaum.
- Sprache — Beherrschung: vereinzelte Fehlgriffe ohne Verständnisproblem · mehrere ohne · mehrere mit · erhebliche.
- Wird die Aufgabenerfüllung mit E bewertet (unter 50 % der geforderten Wortzahl oder Thema verfehlt), ist die Aufgabe insgesamt 0 Punkte.
TEIL 1 — SMS (20–30 WÖRTER)
Sie sind unterwegs in der Stadt und schreiben eine SMS an Ihre Freundin Lena. Entschuldigen Sie sich, dass Sie zu spät kommen. Schreiben Sie, warum. Nennen Sie einen neuen Ort und eine neue Uhrzeit für das Treffen. Schreiben Sie 20–30 Wörter. Schreiben Sie zu allen drei Punkten.
- —Entschuldigen Sie sich.
- —Schreiben Sie, warum Sie zu spät kommen.
- —Nennen Sie einen neuen Ort und eine neue Uhrzeit.
MUSTERLÖSUNG
Hallo Lena, entschuldige bitte, ich komme zu spät. Mein Bus hatte eine Panne und ich musste warten. Können wir uns um 16 Uhr vor dem Café am Markt treffen? Bis gleich!- —Register: du-Form und informelle Anrede — kein „Sehr geehrte“ in einer SMS an eine Freundin.
- —Drei Sprachfunktionen, drei Sätze: Entschuldigung · Grund · neuer Ort + Uhrzeit. Genau dafür gibt es die Punkte.
- —Länge im Blick halten: 20–30 Wörter. Unter 10 Wörtern (weniger als die Hälfte) fällt die Aufgabe automatisch auf 0, egal wie gut der Text ist.
- —Der Grund muss eine echte Information sein (Bus, Termin, Arzt) — „ich komme später“ allein ist keine Begründung.
TEIL 2 — E-MAIL (30–40 WÖRTER)
Sie haben eine Anzeige für einen Deutschkurs gelesen. Schreiben Sie eine E-Mail an die Sprachschule Lingua. Bedanken Sie sich für die Informationen. Sagen Sie, dass Sie den Kurs machen möchten. Fragen Sie nach dem Preis. Schreiben Sie 30–40 Wörter. Schreiben Sie zu allen drei Punkten.
- —Bedanken Sie sich für die Informationen.
- —Sagen Sie, dass Sie den Kurs machen möchten.
- —Fragen Sie nach dem Preis.
MUSTERLÖSUNG
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihre Informationen über den Abendkurs. Ich möchte den Kurs gern machen und habe am Dienstag Zeit. Können Sie mir bitte schreiben, was der Kurs kostet?
Mit freundlichen Grüßen
Elif Yıldız- —Register: Sie-Form. Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ + Gruß „Mit freundlichen Grüßen“ + Name — gemischte Register kosten die Register-Bewertung.
- —Drei Sprachfunktionen: Dank · Zusage · Frage nach dem Preis. Jede braucht einen eigenen Satz.
- —30–40 Wörter. Unter 15 Wörtern gilt die Aufgabe als nicht erfüllt (0 Punkte für diese Aufgabe).
- —Typischer Fehler: eine Frage formulieren und vergessen, dass die Preis-Frage die dritte Funktion ist.
SPRECHEN — MODELLANTWORTEN
25 PUNKTE · TEIL 1 = 4 · TEIL 2 = 8 · TEIL 3 = 8 · AUSSPRACHE = 5
TEIL 1 — FRAGEN ZUR PERSON
- Karte 1 — Freizeit: Was machst du am Wochenende? · Sport? · Hobbys?
- Karte 2 — Wohnen: Wo wohnst du? · Wie viele Zimmer? · Wie ist die Nachbarschaft?
- Karte 3 — Arbeit: Was machst du? · Wo arbeitest du? · Wie gefällt dir deine Arbeit?
- Karte 4 — Sprachen: Welche Sprachen sprichst du? · Wo lernst du Deutsch? · Warum Deutsch?
Ich heiße Dilnoza und komme aus Usbekistan. Ich wohne seit zwei Jahren in Mannheim, in einer kleinen Wohnung mit zwei Zimmern. Ich arbeite in einer Apotheke. Am Wochenende koche ich gern und gehe mit meiner Schwester spazieren. Ich lerne Deutsch an der Volkshochschule, weil ich hier studieren möchte.
TEIL 2 — VORTRAG: MEINE WOCHE
- — Was machst du am Montag?
- — Welcher Tag ist dein Lieblingstag — und warum?
- — Was machst du am Wochenende?
- — Wie viele Stunden arbeitest du pro Woche?
Meine Woche ist sehr voll. Ich arbeite von Montag bis Freitag in einem Supermarkt, immer von acht bis vier. Am Dienstag und am Donnerstag habe ich nach der Arbeit einen Deutschkurs. Am Freitagabend besuche ich meine Schwester, wir kochen zusammen. Der Samstag ist mein Lieblingstag, weil ich dann ausschlafe und mit dem Fahrrad fahre. Am Sonntag bin ich oft müde und bleibe zu Hause.
TEIL 3 — MUSTERDIALOG
AWann hast du Zeit für das Geschenk für Tim? Vielleicht am Dienstag?
BAm Dienstag habe ich um 18 Uhr erst frei — ich habe bis 18 Uhr einen Kurs. Wann kommst du aus dem Deutschkurs?
AMein Kurs geht bis 19 Uhr. Dienstag wird zu spät, alle Geschäfte schließen um 20 Uhr.
BUnd Donnerstag? Ich habe erst um 19 Uhr Zeit, meine Eltern kommen zu Besuch.
ADonnerstag wäre gut für mich, aber ich verstehe dich. Samstag: Ich habe um 11 Uhr einen Termin beim Friseur, danach bin ich frei.
BSamstag passt! Treffen wir uns um 12.30 Uhr vor dem Einkaufszentrum?
ASuper, halb eins vor dem Haupteingang. Und was schenken wir ihm?
Teil 3 lebt von Vorschlägen und Reaktionen: „Vielleicht am Dienstag?“ · „Das passt mir nicht, weil …“ · „Wie wäre es am Samstag?“ Ein Termin, den beide sagen, ist das Ziel — ein Dialog, in dem nur einer spricht, verliert Punkte.
HÖRTEXTE — TRANSKRIPTIONEN
WORT FÜR WORT
TEIL 1 · TEXT 1
ANSAGEGuten Tag, hier ist die Hausverwaltung Meyer. Wir kommen leider erst morgen zwischen acht und zehn Uhr, um Ihre Heizung zu reparieren. Wenn niemand zu Hause ist, müssen wir bis Freitag warten. Bitte rufen Sie uns nicht an — wir kommen morgen.
TEIL 1 · TEXT 2
RADIOSPOTJeden Mittwoch ist Wochenmarkt auf dem Domplatz: frisches Obst und Gemüse vom Bauern, dazu Käse und Wurst aus der Region. Am Samstag gibt es außerdem einen kleinen Stand mit Kleidung. Bücher gibt es nur in der Stadtbibliothek.
TEIL 1 · TEXT 3
REISENDEEine Fahrkarte nach Hamburg, bitte. Was kostet das?
BAHNBEAMTERMit BahnCard 25 sind es 24,90 Euro.
REISENDEIch habe keine BahnCard.
BAHNBEAMTERDann kostet die Fahrt 42,90 Euro, zweite Klasse.
REISENDEGut, bitte einmal.
TEIL 1 · TEXT 4
NACHRICHTHallo Martin, hier ist Sophie. Mein Fahrrad ist kaputt, ich brauche es diese Woche nicht. Bring bitte meinen Schlüssel mit, wenn du am Donnerstag kommst — ich bin ab sieben zu Hause. Die Landkarte habe ich schon in der Tasche. Danke!
TEIL 1 · TEXT 5
ANSAGEAchtung liebe Kursteilnehmer: Der Deutschkurs ist heute nicht in Raum 12, sondern in Raum 21 im ersten Stock. Raum 102 ist geschlossen, weil dort gemalt wird. Vielen Dank.
TEIL 2 · GESPRÄCH (EINMAL GEHÖRT)
NINAPaul, hast du kurz Zeit? Ich muss diese Woche alles planen.
PAULKlar, erzähl.
NINAAlso: Am Montag ist mein Deutschkurs. Herr Wenzel hat gesagt, ich muss kommen, wir schreiben einen Test.
PAULUnd Dienstag?
NINADienstag gehe ich schwimmen. Das mache ich jede Woche, das ist gut für meinen Rücken.
PAULAm Mittwoch kochen wir doch bei mir, oder?
NINAJa, aber nicht am Mittwoch — meine Kollegin hat mich am Mittwoch zum Kino eingeladen. Ich koche dann am Donnerstag für euch.
PAULGut. Und am Freitag? Kommst du mit ins Stadion? Wir spielen gegen Nordheim.
NINAFußball am Freitag? Ich spiele selbst — nein, Moment. Freitag habe ich einen Termin beim Zahnarzt um vier. Danach komme ich ins Stadion.
PAULAlso Samstag dann Fahrrad fahren wie immer?
NINASamstag kann ich nicht, ich helfe meiner Schwester beim Umzug. Sie zieht in die neue Wohnung.
PAULUnd einkaufen? Der Kühlschrank ist fast leer.
NINAEinkaufen mache ich am Sonntag. Vorher schlafe ich lange.
TEIL 3 · GESPRÄCH 11
FRAUHallo Tom, ich bin es, Elif. Deine Schuhe sind im Paket, ich habe es heute abgeschickt. Das Buch bringe ich morgen mit, das passt nicht mehr rein. Den Fotoapparat brauche ich selbst im Urlaub. Bis bald!
TEIL 3 · GESPRÄCH 12
TOURISTINEntschuldigung, wie komme ich zum Schwimmbad?
MANNNimm den Bus 14. Die Haltestelle ist gleich gegenüber vom Rathaus, vor der Apotheke.
TOURISTINNeben der Post?
MANNNein, an der Post fährt die Linie 7 — die fährt nicht zum Schwimmbad.
TEIL 3 · GESPRÄCH 13
KOLLEGINHerr Özdemir, die Besprechung mit der Chefin ist nicht um neun, sie ist eine Stunde später — um zehn Uhr.
HERR ÖZDEMIRUnd der Kunde kommt um elf?
KOLLEGINDer Kunde kommt um elf, das bleibt so.
TEIL 3 · GESPRÄCH 14
MANNGuten Tag, ich rufe wegen der Wohnung in der Lindenstraße an. Kann ich sie am Donnerstag sehen?
MAKLERINDonnerstag bin ich leider im Urlaub, auch Freitag. Am Samstagmittag habe ich Zeit — passt das?
MANNJa, Samstag ist gut.
TEIL 3 · GESPRÄCH 15
FRAUDein Handy geht wieder nicht?
MANNDer Bildschirm ist kaputt. Ich bringe es in die Werkstatt, sie machen es wieder fertig. Verkaufen will ich es nicht, das neue ist zu teuer.
FRAUUnd zurückgeben?
MANNDie Garantie ist schon lange vorbei.
TEIL 4 · INTERVIEW (ZWEIMAL GEHÖRT)
MODERATORFrau Becker, Sie waren viele Jahre im Büro. Warum haben Sie ein Café aufgemacht?
FRAU BECKERIch habe zwölf Jahre in einem Büro gearbeitet, immer von neun bis sechs. Die Arbeit war nicht schlecht, aber glücklich war ich dort nicht.
MODERATORUnd dann?
FRAU BECKERIch habe jeden Abend Kuchen gebacken, nur für mich und meine Freunde. Alle haben gesagt: Das musst du verkaufen. Vor zwei Jahren habe ich das Café eröffnet — ein kleiner Raum, acht Tische.
MODERATORArbeiten Sie jetzt weniger?
FRAU BECKERNein, mehr! Wir sind von Dienstag bis Sonntag offen, am Wochenende arbeite ich selbst. Montags ist Ruhetag.
MODERATOREin zweites Café?
FRAU BECKERNein. Ein Café ist genug. Ich möchte hier bekannt werden, nicht überall.